Immobilien
Ist das entsprechende Objekt gefunden, folgt der wichtigste Teil des Projekts, und zwar: die Finanzierung. Banken, Bausparkassen und Versicherungen stellen Interessenten verschiedene Finanzierungsmodelle zur Verfügung. Zu den gängigsten Modellen gehören:
1. Hypotheken- bzw. Annuitätendarlehen ist die meistens genutzte Art zur Finanzierung einer Immobilie, bei der eine gleichbleibende Monatsrate gezahlt wird. Diese Rate besteht aus Tilgung und Zinsen des Darlehens. Während der Abzahlung verringert sich also der Zinsanteil und der Tilgungsanteil erhöht sich. Trotzdem sollte man nicht nur die Höhe der festzuschreibenden Zinsen beachten, sondern auch die Flexibilität des Angebots. Zum Beispiel sollte man möglich sein, den Tilgungssatz jederzeit der persönlichen finanziellen Situation anpassen zu können. Darüber hinaus sollten jährliche Sondertilgungen in möglichst großer Höhe möglich sein.
2. Bauspardarlehen ist eine andere Form zur Finanzierung einer Immobilie. Um ein Bauspardarlehen zu erhalten, ist der Abschluss eines Bausparvertrages erforderlich. Die Finanzierung setzt sich aus dem Bauspardarlehen und dem Bausparguthaben zusammen. Der Bausparer muss meistens 40% bis 50% der Bausparsumme selbst einbringen, den Rest erhält er als Darlehen. Mit einem Bauspardarlehen kann man einen relativ kleinen Zinssatz über eine längere Periode sichern. Die Zinszahlung und Tilgung beginnt erst, wenn man die 40% bzw. 50% angespart hat. Der relativ kleine Zinssatz mag zunächst verlocken, doch auf die meisten Bausparguthaben erhält man meistens weniger als 3% Zinsen und wird mit einigen Taxen belastet. Diese Darlehensform ist meistens nur dann rentabel, falls der Zinssatz eines Annuitätendarlehens eindeutig höher liegt als der festgeschriebene Zinssatz im Bausparvertrag.
3. Versicherungsdarlehen - Auch Versicherungsunternehmen stellen Darlehen zur Verfügung, welches meistens mit einer Lebens- oder Rentenversicherung kombiniert wird. Diese Versicherung dient als Ratenzahlung des Darlehens. Jedes Jahr zahlt man den gleichen Zinsbetrag und eine monatliche Rate in eine Versicherung ein. Erst wenn der Darlehensbetrag völlig über die Versicherung angespart ist, wird das Darlehen zurückgezahlt. Der Nachteil ist: Man muss über die gesamte Laufzeit den ganzen Darlehensbetrag verzinsen. Für die eigenen vier Wände ist diese Finanzierung meistens nicht rentabel. Es empfiehlt sich für Investoren, die eine Immobilie als Geldanlage kaufen und vermieten werden, denn sie können die Schuldzinsen steuerlich geltend machen.
4. Mitarbeiterdarlehen wird von einigen Unternehmen ihren Mitarbeitern angeboten. Dieses ist meistens zinsgünstiger als bankübliche Darlehen. Nicht vergessen: Eine Inanspruchnahme dieser Darlehensform bindet ggf. den Mitarbeiter an das Unternehmen.